Graffiti-Straftaten in Münster

Graffitti in Münster

Bei der Polizei Münster im Kommissariat 12 ist das Sachgebiet „EK Graffiti“ angesiedelt.

.Auch wenn es sich lediglich um „leichte“ Kriminalität handelt, erzeugen die „Schmierereien“ bei den Bürgern Wut und Ärger und beeinträchtigen das eigene Sicherheitsgefühl. Gerade ältere Leute, die in ihrem Wohnumfeld viele Graffiti-Schmierereien wahrnehmen, fühlen sich bedroht bzw. vermuten Kriminalität direkt vor ihrer Haustür.

Bei der Ermittlungskommission (EK) Graffiti handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen der Polizei Münster und der Bundespolizei, die die Straftaten im Bereich der Deutschen Bundesbahn verfolgt. Viele Täter besprühen nicht nur die Hauswände sondern auch die Züge, die den Hauptbahnhof Münster als Ziel haben.

Jährlich werden etwa 800 bis 900 dieser Straftaten in Münster erfasst. Die Aufklärungsquote liegt seit Jahren bei ca. 20 Prozent. Bei der EK Graffiti fließen alle Informationen zusammen und hierdurch können den erwischten Tätern  zum Teil eine Vielzahl von Taten zugeordnet werden. In einem aktuellen Verfahren konnten hierdurch einer sogenannten Graffiticrew 61 Delikte nachgewiesen werden. Dass die Täter gefasst werden, ist auch der Aufmerksamkeit der Polizisten im Streifendienst zu verdanken, die regelmäßig Informationen über Brennpunkte erhalten.

Die Täter treten entweder als Crew (Gruppe) oder einzeln in Erscheinung . Graffiti sind im Regelfall keine künstlerischen Bilder sondern häufig Wörter wie z.B. „MEGAC“ . Die Graffiti sollen von der Straße her sichtbar sein, damit die Szene dies wahrnehmen kann.

Außer der Polizei sind auch andere Institutionen mit dem Thema Graffiti beschäftigt. Die Polizei Münster arbeitet diesbezüglich in der Ordnungspartnerschaft Graffiti mit Vertretern der Staatsanwaltschaft, der Stadt Münster, der Malerinnung der Handwerkskammer und einigen anderen Vertretern zusammen. Hier werden zum Beispiel Strategien zur Prävention erarbeitet.

Um sich gegen Graffiti zu schützen gibt es einige Möglichkeiten. Der typische Täter meidet das Licht bei der Tatausführung. Befindet sich eine Hauswand nachts im Dunkeln, ist die Wahrscheinlichkeit größer Opfer zu werden. Eine zusätzliche Lichtquelle kann hier Abhilfe schaffen. Zudem sollten Opfer von Graffiti möglichst schnell den Schaden beseitigen, da andere aus der Szene Ihren Schriftzug gerne beifügen.

Bei der Beseitigung der Tat ist es zudem möglich, die Hauswand versiegeln zu lassen. Kommt es dann erneut zu einer Sachbeschädigung, reicht möglicher Weise ein geringer Aufwand aus, um die Farbe zu entfernen. Auch Graffiti auf Fahrzeugen kann mit speziellen Lösungstüchern entfernt werden. Wer fachgerechte Entfernungen durchführt, kann bei der Malerinnung ( 0251-5200810) erfragt werden.

Letztlich kann man seine Hausratversicherung erweitern und Graffitischäden dort mit einschließen.

Graffititäter sind oftmals dunkel gekleidet und verdecken durch Kapuzen oder Cappis  ihre Gesichter. Zudem wird meistens ein Rucksack mitgeführt, in dem sich die Sprühdosen befinden. Wer verdächtige Personen sieht  sollte unter 0251-2750 die Polizei informieren.

Dadurch dass in Münster mehrere Institutionen zusammenarbeiten wird es auch in Zukunft möglich sein Graffiti effektiv zu bekämpfen.

Die  Erreichbarkeit der Polizei

Tel.: 0251-2752972 / email ekgraffiti.muenster@polizei.nrw.de

 

 

 

Kunstlewe

Kriminalhauptkommissar